Arthrose in der Schulter

Arthrose in der Schulter kann als Spätfolge durch Verschleiß entstehen. Auch rheumatische Gelenksentzündungen und Stoffwechselerkrankungen können den Verschleiß in Gelenken beschleunigen. Es gibt einen Verschleiß nach Unfällen (posttraumatisch), anlagebedingt oder nach Entzündungen. Am häufigsten kommt Arthrose in der Schulter durch Verschleiß vor.

Symptome für Arthrose in der Schulter

Die Kranken leiden unter teilweise heftigen Schmerzen in Schulter und Oberarm. Das Gelenk ist nur eingeschränkt beweglich, man kann den Arm nicht richtig belasten und der Nachtschlaf ist gestört. Hebt man den Arm höher an, wird der Schmerz meistens intensiver. Oft lassen sich Tätigkeiten über Schulterhöhe nicht mehr ausüben. Hinzu kommt ein Knacken und Reiben im Gelenk. Schmerzfreie Phasen wechseln mit Schmerzperioden.

Bursitis in der Schulter

Auch die Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach (Bursitis) macht erhebliche Schmerzen, klingt aber nach etwas Schonung wieder ab. Tritt sie häufig und ohne ersichtlichen Grund auf, kann es sich jedoch um ein Impingementsyndrom handeln. Das tritt bei Menschen auf, die regelmäßig Arbeiten über Schulterhöhe ausführen.

Im Gegensatz zur Arthrose handelt es sich um eine Einklemmung zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Bei Tätigkeiten werden Muskeln und Sehnen im Tunnel unter dem Schulterdach eingeklemmt. Es kommt zu Schmerzen und Entzündungen, ein Sehnenriss droht.

Diagnose von Arthrose in der Schulter

Arthrose in der Schulter kann als Spätfolge durch Verschleiß entstehen.

Arthrose in der Schulter kann als Spätfolge durch Verschleiß entstehen.

Zunächst führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Schnell lässt sich dabei die Steifheit des Gelenkes erkennen. Eine chronische Arthrose zeigt schwächere Schmerzen. Die Diagnose per Röntgenbild oder Kernspintomografie zeigt ein eindeutiges Bild. Eine Arthrose der Schulter entwickelt sich auch im Nebengelenk. Basketballer, Handballer oder Volleyballer sind stärker gefährdet.

Durch die Arthrose entstehen Knochenvorsprünge, welche die Sehnen beschädigen. Hierdurch kommt es zu Sehnenverschleiß oder einem Sehnenriss, der Arthrose wiederum begünstigt.

Behandlung der Schulterarthrose

Zunächst behandelt man den Verschleiß konservativ, denn im Frühstadium ist diese Therapie noch erfolgreich. Anders als die Hüfte trägt die Schulter nicht die Last des ganzen Körpers, sodass Physiotherapie recht gut anschlägt. Der Arzt verschreibt Medikamente gegen die Schmerzen und physikalische Therapien. Bäder, Packungen, Bewegungsübungen und Massagen kommen zur Anwendung.

Bleiben die Schmerzen trotzdem bestehen und ist der Verschleiß noch nicht extrem weit fortgeschritten, kann eine Schulter-Arthroskopie helfen. Hierbei wird abgeriebener Knorpel vom Gelenkkörper entfernt. Auch die entzündete Gelenksschleimhaut, Hauptursache für die Schmerzen, wird abgetragen. Ist der Knorpelschaden klein, können auch Knorpeltransplantate aus einem anderen Gelenk eingebracht werden.

Ist auch diese Therapie nicht erfolgreich, wird ein künstliches Schultergelenk eingebaut. Es gibt unterschiedliche Typen von Prothesen, die je nach Schweregrad des Verschleißes infrage kommen. Eine Schulterprothese kann häufig länger als 15 Jahre genutzt werden.

Nach dem Einbau einer Schulterprothese und einer mehrwöchigen Rehabilitationsphase kann die Schulter wieder normal belastet werden und der Patient ist schmerzfrei. Die Operation ist nur dann problematisch, wenn vorher bereits ein oder zwei künstliche Gelenke eingesetzt worden sind.

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