Kalkschulter

Die Schulter schmerzt, der Arm lässt sich kaum bewegen, nur mit großer Mühe gelingt es, sich selbst anzuziehen oder die Haare zu kämmen. Nachts können die Betroffenen vor Schmerzen kaum schlafen. Wenn sie dann zum Arzt gehen, lautet die Diagnose oft: Kalkschulter.

Was bedeutet Kalkschulter und wie entsteht die Krankheit?

Die sogenannte Kalkschulter ist eine Kalkeinlagerung an den Sehnen der Rotatorenmanschette, dem Zentrum des Schultergelenkes. Die Ursachen für die Erkrankung sind noch nicht einhundertprozentig geklärt, wahrscheinlich ist eine Mangeldurchblutung der Hauptgrund für die reaktiven Kalkablagerungen an den Sehnenansätzen.

Im Lauf der Zeit wird das Sehnengewebe in Knorpel umgebildet, dann stirbt der Knorpel teilweise ab und Kalk bildet sich. Dieser Kalk behindert die unter dem Schulterdach gleitenden Sehnen und Schleimbeutel, es kommt zu Einklemmungen und oft sehr heftigen und schmerzhaften Entzündungen. Dadurch wird in den meisten Fällen die kranke Schulter geschont und immer weniger bewegt, was zu einer immer weiter fortschreitenden Versteifung und schließlich zur Schrumpfung der Schulterkapsel führen kann.

Eine Kalkschulter kann sehr schmerzhaft sein

Eine Kalkschulter kann sehr schmerzhaft sein

Durch die Schonhaltung können auch Verspannungen und Falschbeanspruchung der Muskeln im Nacken und Rückenbereich entstehen. In vielen Fällen löst sich der Kalk irgendwann von selbst auf und die Schmerzen verschwinden wieder.

Was hilft bei der Diagnose Kalkschulter?

Die Behandlung bei Kalkschulter besteht in drei unterschiedlichen Schritten. Um die akute Entzündung und die damit verbundenen Schulterschmerzen zu behandeln, wird die Schulter mit Hilfe einer Bandage ruhig gestellt. Außerdem erhält der Patient Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, wenn es ihm gut tut, kann die Schulter auch gekühlt oder mit leichten Betäubungsmitteln gespritzt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Stoßwellentherapie. Sie mindert den Schmerz und löst biologische Prozesse aus, die den Kalk aufzulösen helfen.

Wann wird die Kalkschulter operiert?

Da die Beschwerden oft von selbst wieder verschwinden, werden Operationen zur Entfernung der Kalkdepots nur dann durchgeführt, wenn die Schmerzen durch die Kalkschulter extrem stark und sehr langanhaltend sind.

Manche Kalkablagerungen sind sehr groß und extrem hart und dann besteht der Verdacht, dass sie sich nicht von selbst auflösen. Die OP wird minimal-invasiv durchgeführt und ist ein risikoarmer Eingriff.

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